Kostenvergleich
Fassade streichen oder verputzen? Verfahren und Kosten im Vergleich
Streichen oder neu verputzen? Beide Wege haben ihren Preis und ihren Zweck. Hier vergleichst du die Verfahren, siehst Richtwerte pro Quadratmeter und erfährst, wann sich der günstigere Anstrich lohnt und wann sich neuer Putz auszahlt.

Bei den Fassade streichen Kosten hängt viel davon ab, ob nur ein neuer Anstrich reicht oder ob der Putz erneuert werden muss. Ein Anstrich ist deutlich günstiger, setzt aber einen intakten Untergrund voraus. Neuer Putz kostet mehr, löst aber auch Risse und hohle Stellen. Der Vergleich in diesem Ratgeber hilft dir, die richtige Entscheidung für dein Haus und dein Budget zu treffen.
Damit die Zahlen nutzbar bleiben: Alle Preise sind Richtwerte pro Quadratmeter Fassadenfläche und je nach Region und Ausführung unterschiedlich. Der verbindliche Preis steht erst in einem Angebot vor Ort. Die Spannen zeigen dir aber, in welcher Größenordnung du planen solltest und woran die Unterschiede liegen.
Fassade streichen oder verputzen?
Streichen und Verputzen lösen unterschiedliche Probleme. Ein Anstrich frischt die Optik auf und schützt vor Wetter, solange der Putz gesund ist. Neuer Putz ist nötig, wenn der alte hohl ist, tiefe Risse hat oder abbröckelt. Die Frage nach den Fassade streichen Kosten beginnt also mit dem Zustand der Wand. Klopf den Putz an mehreren Stellen ab. Klingt es hohl oder rieselt Material herunter, reicht ein Anstrich nicht.
Sinnvoll bei intaktem Putz und verblasster oder verschmutzter Farbe.
Nötig bei hohlen Stellen, tiefen Rissen und bröckelndem Untergrund.
Bei beiden Verfahren fällt ein Gerüst an und zählt zum Preis.
Fassade streichen Kosten im Detail
Ein reiner Fassadenanstrich ist die günstigere Variante. Inklusive Reinigung, Grundierung, Farbe und Gerüst liegst du meist bei 30 bis 60 Euro pro Quadratmeter. Der Preis hängt von der Farbe, der Anzahl der Anstriche und dem Aufwand am Gerüst ab. Meist sind zwei Anstriche nötig, damit die Farbe deckt und lange hält.
| Leistung | Preis pro m² (Richtwert) |
|---|---|
| Reinigung und Grundierung | 5 bis 15 Euro |
| Anstrich mit Fassadenfarbe | 15 bis 35 Euro |
| Gerüst (anteilig) | 6 bis 12 Euro |
Für ein Einfamilienhaus mit rund 150 Quadratmetern Fassadenfläche landest du damit oft bei 4.500 bis 9.000 Euro für einen kompletten Neuanstrich. Kleinere Ausbesserungen von Rissen vor dem Streichen können den Preis leicht erhöhen.
Kosten fürs Verputzen
Neuer Putz ist aufwendiger. Alter Putz wird abgeschlagen, der Untergrund vorbereitet, dann in mehreren Lagen neu verputzt und zuletzt gestrichen. Dadurch steigen die Kosten auf rund 60 bis 120 Euro pro Quadratmeter. Kommt eine Dämmung als Wärmedämmverbundsystem hinzu, wird es mit 100 bis 250 Euro pro Quadratmeter noch einmal deutlich teurer.
| Leistung | Preis pro m² (Richtwert) |
|---|---|
| Alten Putz abschlagen | 10 bis 25 Euro |
| Neu verputzen mit Armierung | 40 bis 80 Euro |
| Schlussanstrich | 15 bis 30 Euro |
Der Aufpreis lohnt sich, wenn der alte Putz ohnehin am Ende ist. Denn ein neuer Putz stellt die glatte, tragfähige Oberfläche wieder her und hält bei guter Ausführung mehrere Jahrzehnte. Auf einen maroden Untergrund gestrichen, wäre die Farbe dagegen schnell wieder ab.
Zwischen reinem Streichen und komplettem Neuverputzen gibt es noch eine Mittellösung: die Teilreparatur mit anschließendem Anstrich. Sind nur einzelne Stellen hohl oder gerissen, werden diese ausgebessert, armiert und angeglichen. Danach wird die ganze Fassade gestrichen. Diese Variante liegt preislich zwischen den beiden Verfahren und ist oft die vernünftigste Wahl, wenn der Putz überwiegend gesund ist.
Fassade streichen Kosten im Vergleich zum Verputzen
Die Entscheidung ist am Ende eine Frage von Zustand und Budget. Reicht ein Anstrich, sparst du viel Geld. Ist der Putz am Ende, kaufst du dir mit neuem Putz Ruhe für Jahrzehnte. Ein Anstrich auf einem maroden Putz hält dagegen nicht lange und kostet doppelt, weil du kurz darauf erneut ran musst.
| Merkmal | Streichen | Verputzen |
|---|---|---|
| Preis pro m² | 30 bis 60 Euro | 60 bis 120 Euro |
| Voraussetzung | intakter Putz | löst Putzschäden |
| Haltbarkeit | 10 bis 15 Jahre | 30 Jahre und mehr |
| Bauzeit | wenige Tage | ein bis zwei Wochen |
Was den Preis beeinflusst
Neben dem Verfahren treiben mehrere Faktoren die Fassade streichen Kosten. Dazu zählen die Fassadenfläche, die Höhe des Hauses, viele Fenster und Ecken sowie schwierige Zugänge. Jede Ecke, jedes Fenster und jede Rollladenschiene bedeutet Abkleben und Handarbeit. Auch die Farbwahl spielt mit: Kräftige oder spezielle Farbtöne kosten oft mehr und brauchen manchmal einen zusätzlichen Anstrich zum Decken.
Ein weiterer Faktor ist die Jahreszeit. Fassadenarbeiten laufen von Frühjahr bis Herbst, weil Putz und Farbe Temperaturen über etwa fünf Grad brauchen. In der Hochsaison sind gute Betriebe früh ausgebucht. Wer im Winter plant und anfragt, hat oft mehr Auswahl. Eine neutrale Preisorientierung bietet die Verbraucherzentrale.
Rechne bei der Fläche mit der echten Fassadenfläche, nicht mit der Wohnfläche. Als grobe Näherung multiplizierst du die Länge aller Außenwände mit der Höhe und ziehst große Fenster- und Türflächen ab. Bei einem freistehenden Einfamilienhaus kommen so schnell 120 bis 180 Quadratmeter zusammen. Mit dieser Zahl und den Richtwerten pro Quadratmeter kannst du dein Budget selbst überschlagen, bevor der erste Handwerker kommt.
Vergleiche die Angebote nicht nur über den Endpreis, sondern über die einzelnen Positionen. Achte darauf, ob Gerüst, Reinigung, Grundierung und die Anzahl der Anstriche enthalten sind. Ein scheinbar günstiges Angebot, das nur einen Anstrich vorsieht, ist am Ende oft teurer, weil die Farbe nicht deckt und nachgearbeitet werden muss.
Auch die Qualität der Farbe wirkt sich langfristig auf die Kosten aus. Günstige Dispersionsfarbe ist im Einkauf billig, bleicht aber schneller aus und muss früher erneuert werden. Silikat- und Silikonharzfarben kosten mehr, halten dafür oft 12 bis 15 Jahre und wehren Algen besser ab. Rechnest du die Kosten auf die Jahre um, ist die hochwertigere Farbe meist die günstigere Wahl.
Ein weiterer Punkt ist die Sockelzone. Der untere Rand der Fassade ist besonders belastet durch Spritzwasser und Schnee. Hier lohnt sich oft ein robusterer Sockelputz oder eine spezielle Sockelfarbe. Diese Position taucht im Angebot getrennt auf und ist gut angelegtes Geld, weil Schäden fast immer unten beginnen.
Zum Schluss ein Rechenbeispiel für ein typisches Haus. Bei 150 Quadratmetern Fassadenfläche kostet ein reiner Neuanstrich mit hochwertiger Farbe rund 6.000 bis 8.000 Euro inklusive Gerüst. Muss der Putz erneuert werden, steigst du bei 12.000 bis 18.000 Euro ein. Kommt eine Dämmung dazu, kann sich der Betrag noch einmal verdoppeln. Diese Spannen zeigen, wie stark der Zustand der Wand über den Preis entscheidet.
Denk bei der Entscheidung auch an die Lebensdauer. Ein Anstrich hält je nach Farbe und Wetterseite rund 10 bis 15 Jahre, ein neuer Putz mehrere Jahrzehnte. Wer die Fassade ohnehin bald wieder anfassen müsste, fährt mit dem etwas teureren, aber langlebigen Weg oft günstiger. Rechne die Kosten deshalb nicht nur pro Sanierung, sondern auf die Jahre um.
Häufige Fragen
Was ist günstiger, streichen oder verputzen?
Ist das Gerüst im Preis enthalten?
Wie oft muss ich die Fassade streichen?
Kann ich selbst streichen?
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